Über julk!
Wer ist eigentlich Julki?
Oder: Wie ein kleines Tierchen mit Ringen um die Augen in einer Teekiste nach Witzenhausen kam und ein Bier erfand, das es vorher nicht gab.
Die Kiste aus dem Himmelstempel
Es war ein grauer Dienstag, als in Witzenhausen eine Kiste Grüntee ankam. „Temple of Heaven“ stand drauf, und drinnen lag – zwischen den gerollten Teeblättern – ein kleines Tierchen und schnarchte. Spitze Ohren wie ein Fuchs, ein Gesicht wie eine Eule, ein Kinn wie ein Teeblatt. Niemand wusste, was es war. Als es aufwachte, machte es nur ein einziges Geräusch, einen kurzen, fröhlichen Schluckauf: „Julki!“. Damit war der Name geklärt.
Die Antioxidantien-Phase
Das Erste, was Julki las, war der Aufdruck auf seiner Kiste: „Reich an Antioxidantien und Flavonoiden.“ Julki verstand kein Wort, war aber sofort überzeugt. Ab sofort gab es nur noch Grüntee. Morgens Grüntee, mittags Grüntee, abends Grüntee, nachts heimlich Grüntee unter der Bettdecke. Siebenundvierzig Tassen am Tag. Davon bekam es die dunklen Ringe um die Augen, die du heute auf jedem Etikett siehst. Julki sagt, das seien keine Augenringe, sondern „Flavonoid-Brillen“.
Das Problem mit dem Bier
Es gab nur einen Haken: Julki wollte auch immer ganz viel Bier. Sehr viel Bier. Jeden Abend stand es vor der Brauerei und schaute sehnsüchtig durch die Scheibe. Ein Tierchen kann aber nicht gleichzeitig 47 Tassen Tee und ein Fass Bier trinken – das hat Julki ausprobiert, und es endete mit drei Tagen Schluckauf am Stück. Also fasste es einen Plan: Wenn man das eine nicht ohne das andere will, muss man es eben zusammenbringen.
Die geheimen Experimente im Keller
Julki setzte sich eine Schutzbrille auf (die Ringe um die Augen kamen dadurch noch besser zur Geltung) und verschwand im Keller. Experiment Nummer eins war naheliegend: Bier mit Kaffee. Julki schnupperte einmal daran und kippte rückwärts vom Hocker. Das roch nicht nach Feierabend, das roch nach Kotze. Experiment zwei: Bier mit Kamille. Julki schlief drei Tage. Experiment drei: Bier mit Pfefferminze. Schmeckte wie Zahnpasta mit Schaum. Experimente vier bis sechs reden wir lieber nicht drüber (Rooibos, Früchtetee „Wilde Beere“ und ein sehr unglücklicher Versuch mit Fencheltee). Und dann, bei Experiment sieben, griff Julki in seine alte Kiste. Temple-of-Heaven-Grüntee. Ins Bier. Ein Schluck. Stille. Und dann, laut wie nie: „JULK!“
Noch in derselben Nacht schrieb Julki mit Kreide den wichtigsten Satz seines Lebens an die Kellerwand. Er steht da bis heute, und Julki sagt ihn jedem, der zugibt, Grüntee zu mögen:
„Siehst du, schon mal Bier mit Kaffee gemischt? Riecht sofort nach Kotze – also passt julk! perfekt für dich!“
An der Tür der Schinkels Brauerei
Am nächsten Morgen klopfte ein kleines Tierchen mit Flavonoid-Brille an die Tür der Schinkels Brauerei in Witzenhausen, unter dem Arm eine Kiste Grüntee. Der Braumeister lachte. Dann probierte er. Dann lachte er nicht mehr, sondern holte einen Notizblock. Seitdem wird julk! dort gebraut und abgefüllt – unfiltriert, mit Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe und dem Grüntee aus dem Himmelstempel. Was genau drin ist, steht hier.
Und die Antioxidantien?
Ehrlich gesagt: Irgendwann hat jemand Julki erklärt, dass Bier durch Grüntee nicht gesund wird. Julki war kurz sehr traurig. Dann hat es beschlossen: Gesund ist der Tee, glücklich macht das Bier – und lieber ein richtig gutes als viele mittelmäßige. Darum gibt es heute nicht viel Bier, sondern julk!.
Was Julki heute macht
Julki sitzt auf jedem Etikett, schreibt im Julkstoff über Bier und Tee und hat auf seinen Reisen in der Teekiste angeblich jedes Land der Welt gesehen. Glaubst du nicht? Dann teste es im Quizz – Julki kennt jedes Reiseland und weiß, warum es dort perfekt hinpasst.
Und wenn du mit Julki über deinen Geschmack sprechen willst – über Grüntee, über Bier oder darüber, ob Kaffee wirklich so schlimm ist –, schreib ihm einfach.
Und so sieht ein Feierabend mit Julki aus
